Die Anforderungen an die Kennzeichnung von Pharma- und Healthcare-Produkten steigen weiter. Mit der anstehenden Reform des EU-Pharmarechts dürften sich die Vorgaben in den kommenden Jahren nochmals verschärfen. Rückverfolgbarkeit, Validierbarkeit, Kennzeichnungsqualität und Prozesssicherheit stehen dann mehr denn je im Fokus. Wie sich die Herausforderungen zuverlässig erfüllen lassen, zeigt HERMA auf der Interpack 2026 (Halle 16, Stand D72-3) im Rahmen des Packaging Valley Gemeinschaftsauftritts. Im Mittelpunkt stehen drei Etikettiermaschinen, die speziell für Pharma- und verwandte Anwendungen ausgelegt sind, darunter die neue 152E HC. „Gerade in einer stark regulierten Branche wie Pharma, aber auch bei Healthcare und Kosmetik kommt es noch einmal verstärkt darauf an, dass Kennzeichnungslösungen höchste Prozesssicherheit bieten und sich zugleich flexibel in bestehende Produktionsabläufe integrieren lassen“, sagt Tobias Erhardt, Leiter Vertrieb und Service bei HERMA Etikettiermaschinen.
Neue Lösung für kleinere Produktionsvolumina
Perfekt für Lohnabfüller von Pharmaprodukten ist die neue Rundum-Etikettiermaschine 152E HC. Sie deckt eine große Produktrange mit einem minimalen Bedarf an Formatteilen ab. Viele Pharmaanforderungen sind hier bereits als Standard umgesetzt, etwa die Voraussetzungen für Audittrail und Batchreport, Bedruckung durch Lasersysteme, Kamerakontrolle und Auswurf auf Schlechtband. Möglich macht das die Standardisierung aufgrund des neuen CleanDesigns. Damit verbunden sind auch kürzere Lieferzeiten. Die 152E HC erreicht eine Leistung von bis zu 200 Produkten pro Minute und erfüllt dennoch sämtliche Anforderungen der pharmazeutischen Kennzeichnung. Durch ihre kompakte Bauweise und die einfache Bedienung fügt sie sich nahtlos ein in bestehende betriebliche Bedingungen und Prozesse. Auf der Interpack wird sie mit der VS Kamera von Keyence und einem CO2-Laser von Domino gezeigt, der eine dauerhafte und präzise Kennzeichnung ermöglicht.
Robotik automatisiert die manuelle Zuführung
Ein Beispiel dafür ist die robotergestützte Etikettierzelle HERMA 211R HC. Sie wurde speziell entwickelt, um auch kleine Losgrößen, etwa aufgrund von Studien oder personalisierter Medizin, pharmakonform zu etikettieren. Der integrierte Roboter entnimmt die Produkte automatisch aus Trays, positioniert sie präzise in der Etikettierstation und legt sie nach der Kennzeichnung wieder ab. Dadurch ersetzt die Anlage eine bislang häufig manuelle Zuführung und reduziert zugleich das Risiko menschlicher Fehler. Die Etikettierung selbst erfolgt mit einem HERMA 500. Nach dem Etikettiervorgang prüft ein Sensor die Anwesenheit der Etiketten sowie die aufgedruckten variablen Daten. Nur korrekt gekennzeichnete Produkte gelangen anschließend in das Gutteil-Tray.
Hochleistungsetikettierung für große Pharmalinien
Für Anwendungen mit besonders hohem Durchsatz zeigt HERMA die Rundum-Etikettiermaschine HERMA 132M HC. Sie richtet sich vor allem an Pharmahersteller mit hohen Leistungsanforderungen und kann bis zu 600 Produkte pro Minute kennzeichnen. Auf der Messe wird die Maschine mit einem Thermotransfer-Drucksystem sowie einem pharmakonformen Kamerasystem präsentiert. Diese Kombination ermöglicht eine zuverlässige Kontrolle von Etiketten, Druckdaten und variablen Informationen. Gleichzeitig sorgt ein servoangetriebener Drehstern mit integrierter Überlastfunktion dafür, dass empfindliche Produkte wie Vials auch bei hohen Geschwindigkeiten sicher transportiert werden.
Digitale Services erhöhen Anlagenverfügbarkeit
Um die Anlagenverfügbarkeit zu optimieren, präsentiert HERMA auch seine digitalen Serviceangebote, wie etwa die Remote-Diagnosefunktionen sowie die Schulungsplattform mit zahlreichen Trainingsvideos und Anleitungen zum Selbstlernen rund um die Bedienung und Problemlösung der HERMA Etikettierer und Etikettiermaschinen. Ergänzt werden diese digitalen Möglichkeiten durch klassische Serviceleistungen wie Upgrades, Retrofits, individuelle Anpassungen sowie Serviceverträge mit abgestuften Leistungspaketen. „Gerade vor dem Hintergrund verschärfter regulatorischer Anforderungen – etwa durch das neue EU-Pharma-Paket oder strengere Vorgaben zur Rückverfolgbarkeit in anderen Märkten wie etwa den USA – kommt es darauf an, Kennzeichnungsprozesse besonders sicher, transparent und zuverlässig zu gestalten“, sagt Erhardt. „Lösungen von HERMA unterstützen Hersteller dabei, diese Anforderungen effizient und zukunftssicher umzusetzen.“