Stillstände durch Rollenwechsel kosten Zeit, Geld und Produktivität. HERMA bietet drei Lösungen für das gemeinsames Ziel eines kontinuierlichen Etikettierprozesses ohne produktionsbedingte Unterbrechungen. Der EasySplicer und der AutoSplicer sorgen für eine unterbrechungsfreie Bereitstellung von Etikettenband, unabhängig von der eingesetzten Etikettiertechnik. Der HERMA 500 mit seiner Redundanzfunktion sichert zusätzlich zur kontinuierlichen Etikettenversorgung, den Etikettierprozess selbst gegen Störungen und Ausfälle ab.
Ganz gleich, ob Sie eine neue Produktionslinie planen oder eine bestehende Anlage optimieren möchten: Alle drei Lösungen lassen sich flexibel in unterschiedliche Anlagenkonzepte integrieren.
Drei Lösungen – Ein Ziel: Kontinuierliche Etikettierung
EasySplicer – einfach sicher
Für eine kontinuierliche Produktion ist der HERMA EasySplicer mit zwei Abwicklern und einem Etikettenpuffer ausgestattet. Damit findet ein Wechsel der Etikettenrollen ohne den bislang üblichen Stillstand der Maschine statt. Dafür sind zwei Etikettenrollen senkrecht übereinander angeordnet. Das jeweils aktive Etikettenband wird über einen Anklebetisch geführt und bei Bandende dort fixiert. Weil der EasySplicer mit einem Etikettenpuffer ausgestattet ist, läuft die Etikettiermaschine trotz Bandende weiter. Ein Bediener kann den Anklebevorgang parallel ausführen, sodass das neue Etikettenband an das fixierte Bandende angeklebt wird, bevor der Puffer leer gefahren ist. Integrierte Lichtschranken erkennen, wenn eine Rolle fast leer ist, und lösen ein Signallicht aus, sodass der Bediener genügend Zeit hat, den Anklebevorgang vorzubereiten.
AutoSplicer – automatisch zuverlässig
Der HERMA AutoSplicer verfügt über zwei Rollenabwickler. Während das Etikettenband einer Rolle verarbeitet wird, steht die zweite Rolle bereits für den nächsten Wechsel bereit. Nähert sich die aktive Rolle ihrem Ende, verbindet der Splicer deren Etikettenbandende automatisch mit dem vorbereiteten Etikettenband der neuen Etikettenrolle. Das neue optionale Schneidesystem ermöglicht nun selbst bei fest mit der Rollenhülse verbundenen Etikettenbahnen den unterbrechungsfreien Rollenwechsel.
Der Etikettierprozess läuft währenddessen weiter. Anschließend kann der Bediener die leere Etikettenhülse entfernen und die neue Etikettenrolle auf dem freien Aufwickler vorbereiten.
Dies muss lediglich rechtzeitig vor dem erneuten Etikettenbandende erfolgen – der eigentliche Splice-Vorgang erfolgt vollautomatisch.
HERMA 500 – maximal verfügbar
Zuverlässige Nonstop-Etikettierung mit der integrierten Redundanzfunktion des HERMA 500: Zwei hintereinander geschaltete HERMA 500 Etikettierer können sich bei Rollenende oder anderen Störungen abwechseln, weil sie direkt miteinander kommunizieren. Das sorgt für sichere Prozesse: Sowohl unetikettierte als auch doppelt etikettierte Produkte werden vermieden. Die Funktion für den Nonstop-Betrieb lässt sich sogar nachträglich* noch per Code freischalten und ist für alle Etikettierarten geeignet. Eine zusätzliche SPS ist nicht erforderlich. Damit ist die Redundanzfunktion gleichermaßen interessant für Maschinenbauer wie auch für Betreiber dieser Maschinen bzw. Etikettierer.
* technische Voraussetzung: Die Etikettierer nutzen die aktuelle Firmware, weisen einen CAN Bus-Anschluss auf und arbeiten mit mechanischen Auf- und Abwicklern.
* Eine sinnvolle Ergänzung zum EasySplicer und AutoSplicer ist der EasyCutter. Dieser ersetzt die Funktion des Aufwicklers, indem er das leere Trägerband absaugt, zerkleinert und sammelt, während die Produktion ungestört weiterläuft. Manuelle Eingriffe entfallen, der Bedienaufwand sinkt und die Anlagenverfügbarkeit steigt.
** Die Produktionsstillstandszeit aufgrund von Rollenwechseln wird durch alle Lösungen eliminiert, jedoch unterscheidet sich der Aufwand für die manuelle Tätigkeit des Etikettenbandwechsels.
Vorsprung, der sich rechnet
Wie groß das Einsparpotenzial mittels Nonstop-Etikettierungssystemen sein kann, zeigt ein einfaches Praxisbeispiel:
Eine Produktionslinie mit zehn Rollenwechseln pro Schicht und einer durchschnittlichen Wechselzeit von drei Minuten verliert allein durch die manuellen Vorgänge rund 30 Minuten Produktionszeit pro Schicht.
Im Drei-Schicht-Betrieb entspricht dies einem Produktionsstillstand von:
- rund 90 Minuten pro Tag,
- über 7 Stunden pro Woche
- und mehr als 350 Stunden pro Jahr (bei 47 Produktionswochen).
Bei automatischem Rollenwechsel im laufenden Betrieb lässt sich ein Großteil dieser Zeit produktiv nutzen. Auch das Bedienpersonal kann sich zusätzlich auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren.
Natürlich hängen die tatsächlichen Einsparpotenziale im Einzelfall von Produktionsgeschwindigkeit, Rollengröße und Anlagenkonfiguration ab; aber sie sind in jedem Fall erheblich.
Unsere Nonstop-Lösungen vorgestellt
Vorteile der Nonstop-Etikettierung von HERMA
Für ein Etikettieren ohne Stillstand und Ausfallzeiten lassen sich die HERMA Lösungen problemlos in bestehende Anlagen integrieren und auf spezielle Bedarfe anpassen. Nach rascher Einführung und Schulung liegen die Vorteile der Nonstop-Etikettierung auf der Hand:
- Rollenwechsel im laufenden Betrieb: Die Produktion läuft am Rollenende unterbrechungsfrei weiter, ohne die Linie anzuhalten
- Wechsel ohne Zeitdruck: Der Bediener bereitet die neue Rolle parallel zur laufenden Etikettierung vor. Ruhige Handgriffe statt Hektik im Stillstand senken das Fehlerrisiko.
- Vollautomatisch mit dem AutoSplicer: Der AutoSplicer verbindet die Etikettenbahnen selbstständig, ohne manuellen Anklebevorgang.
- Absicherung auch bei Störungen: Zwei HERMA 500 mit Redundanzfunktion übernehmen nicht nur am Rollenende, sondern auch bei anderen Störungen füreinander.
- Einfach nachrüstbar: HERMA integriert die Splicer-Module in bestehende Etikettieranlagen. Die Redundanzfunktion des HERMA 500 lässt sich nachträglich per Code freischalten, eine zusätzliche SPS ist nicht erforderlich.
- Mehr Betriebszeit, höhere Rentabilität: Weniger Stillstände erhöhen die Anlagenverfügbarkeit. Jede gewonnene Produktionsminute verbessert die Rentabilität der Linie.
- Hohes Tempo, entlastetes Personal: Konsistente Prozesse ermöglichen hohe Etikettiergeschwindigkeiten. Das Bedienpersonal gewinnt Zeit für andere Aufgaben an der Linie.
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