Etiketten müssen heute sehr unterschiedliche Anforderungen erfüllen: Sie sollen Ressourcen sparen, Beschaffungsprozesse wirtschaftlicher machen und – insbesondere bei Pharma- und Healthcare-Anwendungen – auch spezielle Aufgaben lösen, etwa bei variabler Kennzeichnung oder manipulationssicheren Verpackungen. Wie sich diese Anforderungen mit maßgeschneiderten Etikettenlösungen erfüllen lassen, zeigt HERMA auf der Interpack gleich an zwei Standorten. In Halle 8B, Stand C27, präsentiert HERMA Lösungen für nachhaltigere, wirtschaftlichere und zugleich hochfunktionale Etikettenanwendungen. Ergänzend ist HERMA auch in Halle 16, Stand D72-3, innerhalb des Packaging Valley vertreten und zeigt dort weitere Etikettenlösungen für sensible Anwendungen in Pharma, Kosmetik und Healthcare. „Etiketten müssen heute weit mehr leisten als nur Informationen tragen“, sagt Sven Pleier, Key Account Manager für die Bereiche Pharma und Chemie bei HERMA. „Gefragt sind Lösungen, die Material und Kosten sparen, flexibel beschafft werden können und zugleich selbst spezielle Anforderungen an Beständigkeit, Sicherheit oder variable Kennzeichnung zuverlässig erfüllen.“
Nachhaltiger etikettieren, wirtschaftlich profitieren
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts in Halle 8B, Stand C27, ist das HERMA InNo-Liner Material für Versand- und Logistiketiketten. Es kommt vollständig ohne Silikon und Trägermaterial aus und hilft damit, Abfall deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig verbessert sich die Wirtschaftlichkeit. Das entsprechende Applizieren und Aktivieren des linerlosen Etikettenmaterials übernimmt der HERMES QL, ein Applikationsgerät, das vom Kooperationspartner cab speziell für HERMA InNo-Liner entwickelt wurde. Den Nutzen dieser Kombination in der Praxis bestätigte zum Beispiel DHL bereits: „Wir können damit den Abfall um etwa 60 Prozent reduzieren, und es ist rund 40 Prozent günstiger als herkömmliche Etikettiersysteme.“ Darüber hinaus umfasst das HERMA Portfolio auch klassische Linerless-Etiketten aus Thermopapier und deckt damit das gesamte Spektrum moderner trägerloser Anwendungen ab.
Gefahrgutetiketten auch in kleinen Stückzahlen
Bei der Gefahrgut- und Gefahrstoffkennzeichnung verfolgt HERMA ebenfalls das Ziel, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit konsequent zu verbinden. Um anspruchsvolle Gefahrgutetiketten selbst in kleineren und kleinsten Stückzahlen ressourcenschonend und wirtschaftlich anbieten zu können, arbeitet HERMA mit BOXLAB Services zusammen. HERMA übernimmt dabei die Entwicklung und Produktion geeigneter Etiketten auf Basis seiner umfassenden Klebstoff- und Materialexpertise. BOXLAB Services verantwortet Konfektionierung und Logistik der Etiketten, in vielen Fällen bereits ab Losgröße 1. Das gilt zum Beispiel auch für Etiketten, die seewasserfest sein müssen gemäß British Standard 5609, Section 2 und 3. HERMA bietet hierfür ein breites Sortiment an Materialien, die speziell für die Kennzeichnung von Transportbehältern mit Gefahrgut entwickelt wurden.
Rollenetiketten schnell und transparent beschaffen
Wie sich für unterschiedlichste Branchen gerade kleinere und mittlere Auflagen von Rollenetiketten individuell, schnell und kosteneffizient beschaffen lassen, zeigt HERMA zudem mit dem Online-Etikettenkonfigurator. Die Eingabe von Eigenschaften, Sortenanzahl und Menge geschieht dabei mit Preisanzeige in Echtzeit und ohne versteckte Kosten. Form, Größe, Wicklung und Druck der Etiketten sind frei wählbar und sofort sichtbar. Hochautomatisierte Prozesse und die Produktion ausschließlich auf modernsten Digitaldruckmaschinen ermöglichen attraktive Preise und kurze Lieferzeiten innerhalb weniger Tage. Ein kostenloser Druckdatencheck bietet zusätzliche Sicherheit.
Ergänzend: Speziallösungen für sensible Anwendungen
Zusätzlich ist HERMA auch in Halle 16, Stand D72-3, präsent. Dort stehen Etikettenlösungen für sensible Anwendungen in Pharma, Kosmetik und Healthcare im Fokus. Dazu zählen unter anderem folienbasierte Etiketten, die sich direkt mit UV-Lasern variabel beschriften lassen. Die speziell entwickelten PE-Folien reagieren auf UV-Licht mit einem Farbumschlag im Material selbst. Dadurch entsteht eine dauerhafte Markierung ganz ohne Tinte oder Farbbänder. Das Druckbild ist wisch- und kratzfest, beständig gegen Desinfektionsmittel, Alkohol und Fett und bleibt auch bei tiefen Temperaturen stabil. Damit eignen sich diese Etiketten besonders für variable Angaben wie Chargennummern, Ablaufdaten oder Data-Matrix-Codes. Ein weiteres Thema sind Tamper-Evident-Etiketten für den zuverlässigen Erstöffnungsnachweis. HERMA setzt dabei auf flexible, anschmiegsame PE- oder PP-Folien, die sich auch für kleine Radien und Übereck-Etikettierungen eignen. Der eingesetzte Haftkleber ist extrem resistent gegen Wasser, Lösemittel und Heißluft. Damit lassen sich manipulationssichere Verpackungslösungen realisieren, ohne aufwändige Sondermaterialien oder neue Faltschachtelkonstruktionen einsetzen zu müssen. „Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Material, Haftkleber, Druckverfahren und sicherer Applikation in der Linie“, betont Marc Trapp, Leiter Vertrieb Etiketten Industrie bei HERMA. „HERMA hat dabei zwei Vorteile: Wir entwickeln unser Haftmaterial selbst und sind führend bei der Applikationstechnologie – zu erleben auf einem Stand, auf dem auch die HERMA Etikettiermaschinen ihre Pharma- und Kosmetik-Kompetenz unter Beweis stellen.“